Powernerd – Destroy to Create

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Eine Menge ist passiert seitdem wir zuletzt von Powernerd gehört haben. Seit dem Release des Meisterwerks „Far from Human“, der, man glaube es kaum, tatsächlich erst letztes Jahr war, hat Powernerd nicht nur ein weiteres fantastisches Langspieler-Album mit der wunderbaren Dana Jean Phoenix veröffentlicht, betitelt “Megawave“, sondern auch einschneidende Änderungen im Lineup vorgenommen.
Während Powernerd schon immer hauptsächlich das Werk des Masterminds Paddy war, so waren wir doch ein wenig erschüttert als wir erfahren haben , dass es in Zukunft auch gänzlich ein Ein-Mann-Projekt sein würde. Wir waren ein wenig skeptisch, was das für die musikalische Entwicklung des Projekts bedeuten würde, besonders nach den herausragenden Veröffentlichungen der vergangenen Jahre. Allerdings können wir nachdem wir die 6 neuen Songs auf dem aktuellen Album „Destroy to Creat“ zu hören bekommen haben getrost Entwarnung geben – unsere Zweifel haben sich in Luft aufgelöst.

Mit der eben beschriebenen Hintergrundgeschichte könnte der Titeltrack kaum selbstreferenzieller sein. „Destroy to Create“ schickt und zurück in die Zeiten von einem „Brainwave Accelerator“. Er hat einen metronomischen Beat, der zum leichten (oder auch mal stärkeren) Kopfnicken einlädt, ist sehr elektronisch mit Ecken und Kanten, aber dennoch angenehm melodisch.

„Ruins of Paradise“ bringt unsere absolute Lieblingskombo des Genres zurück, indem sich Powernerd wieder einmal mit Dana Jean Phoenix zusammentun. Ein wirklich herausragender Track auf dem Album, mit seinen poppigeren, funkigen Vibes inmitten der düstereren Töne auf dem Rest des Albums. Darüber hinaus passt der Song einfach wunderbar zu Danas Stimme und weiß sie perfekt in Szene zu setzen – eine Fähigkeit, die Powernerd schon seit jeher besonders gut beherrscht und das außergewöhnliche Talent dahinter unterstreicht.

„Dark Triads“ holt uns zurück in die dunklen, heavy Teile der Platte. Tanzbar und clubbig, bringt dieser Song perfekt den Powernerd Party-Vibe zum Vorschein, komplettiert durch coole Breakbeats. Er ist eine Verkörperung des Besten, was die elektronische Seite von Powernerd zu bieten hat.

Gäbe es einen Preis für die größte Überraschung des Albums, so würde ihn „Apeirophobia“ sicher gewinnen. Atmosphärisch gleitend kreiert dieser Track den perfekten Science Fiction Soundtrack. Es wird noch besser wenn man das geniale Paradoxon an dem Track entdeckt, in dem das Perfekte Gefühl von endloser Weite einem Titel gegenüberstellt, der die Angst vor der Unendlichkeit selbst referenziert.

“Pushing Binaries” und “The Frequency Hacker” bringen uns zurück zum Leitmotiv des Albums. Beide sind enorm kraftvolle Songs mit großzügiger Verwendung von Breakbeats und Spannungsbögen, die einen durchgehend zu fesseln wissen. Während letzterer eher wie eine Ode an die 8-Bit Zeit klingt, kanalisiert der erstere wummernde, lauter werdende Bässe, die in dem einzigen, dafür umso epischeren Gitarrensolo münden.

„Destroy to Create“ hat uns überrascht, uns in seinen Bann gezogen und uns Lust auf mehr gemacht. Die Tatsache dass es nicht nach dem klassischen Powernerd klingt, das wir kennen und lieben, ist nur ein Beweis für die Kunstfertigkeit die hier am Werk ist. Wir sind unglaublich gespannt , was Powernerd als nächstes für uns geplant hat und hoffen irgendwie, dass er niemals damit aufhört, sich selbst neu zu erfinden.

Hört euch die Scheibe auf jeden Fall auf den üblichen Plattformen an und lasst und wissen, was ihr denkt.

EN

A lot has happened since we last heard from Powernerd. After the release of the masterpiece “Far from Human” which was, believe it or not, only last year, Powernerd has not only released another fantastic full-length album with the gorgeous Dana Jean Phoenix titled “Megawave” but have also made drastic changes in their band composition.
While Powernerd was always the work of mastermind Paddy, we were devastated to hear that it will also be a one-man show in the future. We were somewhat skeptical of what that would mean for the musical journey of the project, especially after the fantastic last releases we got from them. But, after hearing the 6 new songs on the new album “Destroy to Create”, our worries have vanished into thin air.

With the backstory just outlined, the title track couldn’t be more self-referential. “Destroy to Create” musically send us back to the “Brainwave Accelerator” era. It is a head-nodding beat, very electronic and rough, but always still nicely melodic.

“Ruins of Paradise” brings back our favorite combo in the genre – Powernerd once again teaming up with Dana Jean Phoenix. It is truly a standout track on the album, with its poppy and funky vibes amidst the darker vibes of the rest of the album. Above all, it truly caters to Dana’s beautiful voice, which is something that Powernerd has always excelled at and which really shows his genius.

“Dark Triads” brings us back to the more dark and heavy bits of the record. Clubby and danceable, this song really brings out the Powernerd party vibe, with nice breakbeats on top of that. It’s really the electronic side of Powernerd at its best.

If there was an award for biggest surprise of the album, “Aperophobia” would certainly get it. Atmospheric and floating, it creates the perfect science fiction vibes. It gets even better once you discover the genius paradox in this track, contrasting the perfect feeling of the endless void with a title referencing the fear of eternity itself.

“Pushing Binaries” and “The Frequency Hacker” bring us back to the theme of the album. Both are extremely powerful songs, with some generous use of breakbeats and arcs that keep you hooked throughout. However, while the latter sounds somewhat like a lovely ode to 8-bit times, the former channels booming bass, increasing in volume and climaxing in the only, but even more epic, guitar solo.

“Destroy to Create” surprised us, kept us hooked ad left us wanting more. The fact that it doesn’t sound like the classical Powernerd we know and love is only a testament to the artistry that is at work here. We can’t wait to hear what Powernerd has in store for us next and somehow we hope that he will never stop reinventing himself.

Make sure to check it out via the usual platforms and let us know what you think.

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